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Diese uralte Kulturpflanze …..

Hilfe … was ist denn das ????? Das hatte ich bis vor einem Jahr noch nie gesehen ….
Als ich die Antwort bekam, hab ich mich fast ein wenig geschämt 😦
Aber ich bin halt ein Großstadtkind!

Weiß jemand die Lösung?
Früchte im Aussehen wie Brombeeren, nur Tomatengroß.

„Diese uralte Kultpflanze wurde schon von den Kelten vereehrt.Sie assoziieren die Pflanze mit der Gottheit des Winters und schmücktem ihm zu Ehren zur Zeit der Wintersonnennwende ihre Behausungen mit Efeu, Mistel und Stechpalme- diese Tradition kennen wir bis heute.

Botanisches
Efeu verwandelt hässliche Zäume, Überreste alter Mauren mit seinen immergrünen Blättern in lebende grüne Wände.

Die Blätter sind am unteren Teil der Pflanze drei- bis fünfeckig gelappt und sternstrahlig durchzogen von hellen Adern, weiter oben eiförmig angespitzt, rautenförmig, bis lanzettlich-schmal. Efeu ist ein Wurzelkletterer und Baumwürger, seine Haftwurzeln entziehen seiner lebenden Stütze aber keinen Lebenssaft.

Die erbsengroßen schwarzvioletten Früchte reifen in kugeligen Fruchtständen über den Winter heran. Vorsicht, sie sind giftig!

Altes Wissen
Aufgrund ihres hohen Saponingehaltes (lat. Sapor =Seife) wurden Efeublätter früher zu einer reinigenden Waschbrühe verarbeitet. 100 zerkleinerte Efeublätter kochte man in 2 Liter Wasser 10 Minuten, siebte ab, warf sie wieder 10 Minuten in die Brühe und seihte wieder ab. Diese Waschlauge soll verblichene Farben auffrischen und Seide und Wolle besonders gut reinigen“

Dieser Auszug stammt aus meinem Herbarium, Grundlage dafür war u.a. Ursel Bühring Alles über Heilpflanzen

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Gemeiner Schneeball

Eine typische Heckenpflanze, Steinbeeren rot, ungenießbar

Übrigens kommt „Hecke“ von Hag, behaglich, Schutz, auch das Wort „Hexe“ leitet sich von Hecke ab, aber dazu später mehr.

Herzhaft eingelegte Brombeeren (Chutney)

Neuerdings gehe ich ja immer mit Schere, Tüten, Handschuhe etc. bewaffnet in die Natur. Man weiß ja nie, welches besondere Kraut mir über den Weg läuft und auch noch unbedingt in mein Herbarium will.
Heute Morgen lachten mich tiefschwarze Brombeeren und und riefen „Christel pflück uns“ 🙂
Der Zeitpunkt war auch richtig, denn nach dem 11.Oktober soll man keine Brombeeren mehr pflücken. Eine alte Legende besagt, dass an diesem Tag der Teufel aus dem Himmel vertrieben wurde und in einen Brombeerstrauch fiel, den er daraufhin verfluchte. Nach diesem Tag schmecken die Brombeeren sauer, heißt es!

Das OriginalRezept stammt aus „Was man früher noch wußte“ Christian Verlag

450 g Gelierzucker
300 ml Weißweinessig
1 TL Pimentkörner
1 TL Gewürznelken
2 Zimtstangen
1 kg Brombeeren

Bei mir gab es 1/4 Rezept und statt Weißweinessig selbst angesetzter HolunderblütenEssig!

Zucker mit dem Essig in einen Topf geben und bei schwacher Hitze langsam zergehen lassen. Die Gewürze in einem Teebeutel geben und 5 Minuten in den kochenden Essig hängen. Brombeeren hinzufügen und nochmals 10-15 Minuten köcheln lassen. Dann Brombeeren durch ein Sieb abgießen.

Sterilisierte Gläser zu 2/3 mit den Beeren füllen.

Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben und stark kochen, bis ein dicker Sirup entsteht. Die Gläser mit dem Sirup auffüllen und luftdicht verschließen.

Sie schmecken hervorragend zu Brot, Frischkäse und Käse …. aber auch wie heute schon getestet auf einem Eierpfannekuchen ….. Lecker!