Frittierte Schwarzwurzeln auf Feldsalat

Ich bin damit ganz im Trend, momentan gibt es überall Schwarzwurzeln  ….
Ähnlich wie Spargel läßt sich dieses Gemüse vielfälltig zubereiten. Hier mal frittiert mit Sesam

Kennt ihr den Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Gemüse ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, Obst ist mehrjährig und trägt auch häufig erst nach Jahren Früchte

  • für 2 Personen
  • 3 Stangen Schwarzwurzeln
  • Salz
  • Zucker
  • Zitronensaft
  • 2 Scheiben Toastbrot oder Paniermehl
  • 5 EL Sesam
  • 3 EL Schwarzer Sesam – hatte ich nicht, türkischer Schwarzkümmel geht auch
  • Öl zum Fritieren
  • 200 g Feldsalat
  • 3 EL Weinessig
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf
  • Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Ei – gewürzt mit Salz, Pfeffer und Chili
  1. Wurzeln nicht waschen, sondern schälen, in 5-6 cm lange Stücke schneiden und sofort in Zitronenwasser legen
  2. Reichlich Salzwasser mit etwas Zucker und einigen Spritzern Zitronensaft aufkochen
  3. Wurzel 6-8 Min. leicht angaren.
  4. Paniermehl mit beiden Sesamsorten mischen. Öl in einer Pfanne zum Fritieren auf 175 ° erhitzen.
  5. Salat putzen und trocken schleudern.
  6. Aus Honig, Senf, Pfeffer, Salz Essig und Öl das Dressing rühren.
  7. Die Wurzelstücke nacheinander in Mehl, Eimasse und Paniermehl/Sesammasse wälzen.
  8. In heißem Öl portionsweise goldgelb frittieren und dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  9. Salat mit dem Dressing vermengen, Schwarzwurzeln darauf anrichten.

nach einer Idee aus Meine Landküche 01/2011

Außergewöhnlich und wirklich lecker!

Die Wurzel der Petersilie

war mir bis vor 2 Jahren absolut unbekannt – zumindest als essbarer Teil. So langsam, wie die ganzen vergessenen Gemüsen/Wurzeln findet man sie immer häufiger in den Gemüseauslagen.

Bei der Petersilie besitzen Wurzel und Blätter die gleichen Inhaltsstoffe und sie gehört zur Familie der Doldengewächse.

Was macht eine Wurzel? Die gibt der Pflanze Halt. Habt ihr schon mal Kerne, Körner beabachtet  wenn sie keimen? Sie treiben als erstes die Keimwurzel  in die Erde um sich dann aufrichten zu können. Als nächstes bilden sich die Sekundärwurzeln um mit voller Kraft Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen zu können. Es ist aber nicht eine Einbahnstraße um die Blätter mit Wasser zu versorgen, (Transpiration), bei der Photosynthese bilden sich wichtige Speicherstoffe, die zum Teil zu den Wurzeln (Speicherorgane) zurück transportiert werden. Diese Speicherstoffe werden zur Atmung gebraucht.  Nennenswert ist hier das Inulin, der Speicherstoff der Korbblütler. (Topinambur)

Aus dem MIttelmeerraum kam sie zu uns und ist schon seit dem 16. Jahrhundert unverzichtbarer Bestandteil des Speiseplans. Doch während die oberirdischen grünen Blätter der Petersilie (Petroselium crispum) zum Würzkraut Nummer ein avancierten, führen die schmackhaften Wurzeln in vielen Küchen ein Schattendasein als Suppengrün.

Für die Wurzelernte bedient man sich der Unterat Petrosinum crispum subp. tuberosum. Am weitesten verbreitet ist die Sorte „Halblange-Berliner, von der man auch die Blätter verwenden kann. Sie bildet fleischige Wurzeln, den Pastinaken ähnlich. Wie diese eng verwandte Pflanze lässt sich die Wurzelpetersilie gut zu Püree und Cremesuppen verarbeiten. Bei 2° C kann man das Wintergemüse wochenlang lagern
Quelle Meine LandKüche 1.2011

Berühmte Wurzeln
Möhren/ Rüben, Schwarzwurzeln, Topinambur, Haferwurz, Nelkenwurz, Engelwurz, Blutwurz ……

Bratäpfel à la Schmidt

Mögen Sie Bratäpfel?
Ich ? Ja !

Und wie machen Sie die?

Nicht mit Zimt.

Ach, wie denn ?

Wenn ich viel Zeit habe, dann steche ich ganz vorsichtig das Kerngehäuse aus, möglichst so, dass unten noch ein bisschen Apfel bleibt, damit der Inhalt nicht rausfließt. Und dort tue ich hinein: ein paar Brotkrümel, am besten vom Weißbrot, Rosinen und natürlich Zucker. Honig nehme ich nicht, weil der, wenn er warm wird, ins Endlose fließt. Das ist es schon Rosinen, Weißbrotkrümel und Zucker, obendrauf noch ein paar Butterflöckchen, und dann kommt das Ganze in den Backofen.
Hört sich doch gut an ?

So, wie Sie das beschreiben, kann ich die Bratäpfel schon riechen !
Aber lassen Sie mich das Rezept doch mal wieder holen

Sie haben aus dem Gewebe einer Sammelfrucht die eigentliche Frucht, einen Sammelbalg, entnommen – das Kerngehäuse. Dann haben Sie das entstandene Loch mit getrockneten Beeren und Krümeln eines Produktes aus gemahlenen Süßgrassamen und Treibmitteln sowie einem pflanzlichen Energiespeicherstoff wieder gefüllt. Und das Ganze mit einem Streichfett garniert – gewonnen aus einer Flüssigkeit, die aus Drüsen weiblicher Säugetiere zum Füttern ihrer Neugeborenen abgesondert wird.

Sie als Biologe überspitzen wieder gleich !

Was ich damit sagen will : Uns ist gar nicht klar, was wir da dauernd so selbstverständlich benutzen. Vielleicht sollten wir unsere Entdeckungsreisen in die Natur nicht vor der Haustür beginnen, sondern Fangen am besten schon im Haushalt an

Das Naturbuch für Neugierige

Naturbuch für Neugierige 

eine ausführlichere Leseprobe gibt es hier

 

Heute in meiner Teekanne ….

Im letzten Jahr habe ich fleissig Kräuter und Früchte gesammelt und im Dörrer schonend bei 40 Grad getrocknet. Ingwer hab ich frisch gekauft und auch getrocknet. Diese stelle ich jetzt nach Laune und Bedarf für uns zusammen. Den Gatten plagt ein schlimmer Husten, deswegen kommt heute Huflattich hinzu.

Apfelstückchen
Brombeeren mit Blättern
Hagebutten
Huflattich
Ingwer

Insgesamt waren es 20 Gramm.

Die Zutaten wurden im Thermomix kurz zerkleinert und dann mit 500 ml kaltem Wasser aufgegossen.


aufkochen und dann 10 Minuten ziehen lassen. Mit Holunderblütensirup süßen.

Winterspargel – arme Leute Spargel … Schwarzwurzeln in Petersiliensahne

Die Schwarzwurzel (Scorzonera) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Cichorioideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze überwintert und bildet im zweiten Jahr eine Blüte, im Gegensatz zu anderem Gemüse kann man die Wurzel jedoch auch im zweiten Jahr noch verwenden. Korbblütler enthalten keine Stärke, sondern Inulin, welches ein Kohlenhydrat ist  und der Verdauung sehr förderlich ist.

                                                            Datei:Illustration Scorzonera hispanica0.jpg
Quelle

Die Schwarzwurzel kam zu Zeiten Ludwig XVI aus Spanien nach Frankreich. Skorzoner Wúrzel heißt sie auch, abgeleitet von dem spanisdchen Namen escorzonera, was „schwarze Viper“ bedeutet. Sie soll nämlich ein Gegengift gegen den Biß der katalanischen Viper enthalten. Auch wird ihr heilende Kraft bei der Pest zugesprochen.

Die Wurzel ist lang, dünn und fest, mit einer glatten Rinde , die man abschält. Der Autor von „Der Graf von Monte Christo“, Alesandre Dumas, nannte diese Tätigkeit „weiß harken“. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn die Wurzel klebt an den Fingern und verfärbt sie. Deshalb sollte man zum Schälen Gummihandschuhe anziehen, die Wurzeln sofort abspülen und in Essigwasser legen.

Wiederentdeckte Gemüse von Elisabeth Scotto

Schwarzwurzeln in Petersiliensahne

  • 1 kg Schwarzwurzeln
  • 100 g Creme Fraiche
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 3 El glatte Petersilie
  • 2 El Zitronensaft
  • 4 Prisen fein geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  1. Die Schwarzwurzeln schälen und sofort in kaltes Zitronenwasser legen.
  2. Wasser kochen, salzen und die Schwarzwurzeln hineingeben. 15 Minuten garen.
  3. In der Zwischenzeit die Sahne mit der Hühnerbrühe zum Kochen bringen, auf die Hälfte reduzieren und mit den Gewürzen herzhaft abschmecken.
  4. Die Schwarzwurzeln abtropfen lassen, in einer Schüssel mit der Sahnesauce überziehen und sofort servieren.

 

Loblied auf den Apfel

 

Eines sollst Du Dir gut merken:
wenn Du schwach bist, Äpfel stärken!

Äpfel sind die beste Speise
für zu Hause,
für die Reise,
für die Alten,
für die Kinder,
für den Sommer,
für den Winter.
Für den Morgen,
für den Abend,
Apfelessen ist stets labend.

Äpfel glätten Deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.
Äpfel geben Kraft und Mut
und erneuern Dir Dein Blut.

Darum Freund, lass Dir doch raten:
esse frisch,
gekocht,
gebraten,
täglich ihrer zwei bis drei,
wirst nicht dick,
doch jung und frei
und kriegst Nerven wie ein Strick.

Mensch, im Apfel liegt Dein Glück!

gefunden in einem alten Kochbuch!

Zum Nachkochen … Rezept für 2011

  • Man nehme 12 Monate – putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht.
  • Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.
  • Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.
  • Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen.
  • Das fertige Gericht schmücke man mit ´nem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und guten Gedanken!

 

Das habe ich gerade im gh-Forum entdeckt!

In diesem Sinne : Einen guten Rutsch